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Mittwoch, 28. April 2021

2x Nein zum kantonalen Mindestlohn am 13. Juni

Je schlechter die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, desto stärker sind die negativen Effekte eines Mindestlohns. Es gibt keinen schlechteren Zeitpunkt als jetzt, einen rekordhohen Mindestlohn einzuführen. Wir befinden uns in einer der grössten Wirtschaftskrisen der jüngeren Geschichte, welche uns noch lange begleiten wird. Wir müssen Arbeitsplätze schützen und nicht gefährden.

Ein staatlicher Mindestlohn schadet der Berufsbildung. Wenn auch ein Ungelernter deutlich über 4000 Franken im Monat verdient, sinkt der Anreiz, eine Ausbildung zu machen. Ein gefährliches Signal, das gerade in Zeiten des Fachkräftemangels fatal wäre.

In Branchen mit geringer Wertschöpfung würde die Mindestlohninitiative zu einer starken Kostensteigerung führen. Denn mit dem Anheben der tiefsten Löhne ist es ja nicht getan. Alle Löhne müssten erhöht werden, weil sonst das Lohngefüge nicht mehr fair wäre. Wer eine Ausbildung und Erfahrung hat, muss mehr verdienen als ein ungelernter Arbeitnehmender.

Realistische und branchenspezifisch finanzierbare Löhne werden im Schweizer Erfolgsmodell zwischen den Sozialpartnern ausgehandelt und nicht vom Staat bestimmt. Ein Mindestlohngesetz hebelt die Sozialpartnerschaft aus.

2014 sagten 62 Prozent der Stimmbevölkerung in Basel-Stadt Nein zur nationalen Mindestlohninitiative. Das ist ein deutliches Zeichen gegen einen Mindestlohnzwang über alle Branchen.

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